Kosten

Was kostet eine Wärmepumpe?

Ehrliche Antwort: Das hängt stark von deinem Gebäude ab. Die folgenden Spannen sind Erfahrungswerte für den österreichischen Markt und ersetzen kein Angebot — sie sollen dir aber ein Gefühl dafür geben, ob ein Angebot im Rahmen liegt.

Isometrische Darstellung eines Taschenrechners neben einer Wärmepumpe
Wichtig zur Einordnung: Alle Beträge sind Bruttopreise für eine komplette Anlage inklusive Montage und Inbetriebnahme, ohne Abzug von Förderungen. Deine tatsächlichen Kosten können darüber oder darunter liegen.

Typische Preisspannen

Anlagentyp Komplettpreis inkl. Montage Wofür geeignet
Luft-Wärmepumpe
Split oder Monoblock, außen aufgestellt
ca. 18.000 – 30.000 € Der Regelfall. Kein Erdaushub, keine Genehmigung, kürzeste Bauzeit.
Erd-Wärmepumpe, Flächenkollektor ca. 25.000 – 35.000 € Braucht Gartenfläche etwa in Größe der beheizten Fläche.
Erd-Wärmepumpe, Tiefenbohrung ca. 28.000 – 45.000 € Höchste Effizienz, wasserrechtliche Bewilligung nötig, Bohrkosten dominieren.

Erfahrungswerte für Ein- und Zweifamilienhäuser in Österreich, Stand August 2026. Bei Mehrfamilienhäusern und Gewerbeobjekten gelten andere Größenordnungen.

Was den Preis wirklich treibt

Die Gerätekosten machen oft weniger als die Hälfte der Rechnung aus. Den Unterschied zwischen einem 18.000-Euro- und einem 30.000-Euro-Projekt machen meist diese Punkte:

  • Nötige Vorlauftemperatur. Je höher, desto größer muss das Gerät sein und desto schlechter die Effizienz. Der wichtigste Einzelfaktor.
  • Zustand der Wärmeverteilung. Müssen Heizkörper getauscht werden, kommen schnell mehrere tausend Euro dazu.
  • Speicher und Hydraulik. Pufferspeicher, Warmwasserspeicher, Umbau der Verteilung — häufig unterschätzt.
  • Aufstellort und Leitungswege. Kernbohrungen, lange Leitungen, Schallschutz zum Nachbarn hin.
  • Elektroanschluss. Ältere Häuser brauchen manchmal einen stärkeren Anschluss oder einen neuen Zählerplatz.
  • Entsorgung der Altanlage. Besonders bei Öltanks ein spürbarer Posten.

Diese Positionen gehören ins Angebot

Vergleiche Angebote nie nur über die Endsumme. Ein günstiges Angebot, in dem drei Positionen fehlen, ist am Ende das teuerste. Prüf:

PositionWorauf achten
WärmepumpeHersteller, Modell, Leistung in kW, Kältemittel (R290 oder R32)
SpeicherPuffer- und Warmwasserspeicher mit Litern — nicht nur „Speicher"
Hydraulik & MontageAnbindung, Umwälzpumpen, Armaturen, Dämmung
ElektroinstallationZuleitung, Absicherung, ggf. Zählerplatz und Smart-Meter-Anbindung
InbetriebnahmeEinregulierung und hydraulischer Abgleich — nicht optional
AltanlageDemontage und Entsorgung, bei Öl inkl. Tankentsorgung
FörderabwicklungWer stellt die Anträge, welche Nachweise liefert der Betrieb

Förderungen abziehen

Die genannten Preise sind Bruttopreise ohne Förderung. In Österreich lassen sich Bundes- und Landesförderungen in vielen Fällen kombinieren, was die tatsächliche Belastung deutlich senkt. Welche Programme für dich infrage kommen, hängt von Bundesland, Altanlage und Gebäude ab — der Überblick steht hier.

Häufige Fragen zu den Kosten

Warum bekomme ich keinen Festpreis im Internet?

Weil der Preis fast vollständig von deinem Gebäude abhängt: Heizlast, nötige Vorlauftemperatur, Zustand der Verteilung, Aufstellort, Stromanschluss, Speichergröße. Zwei Häuser mit derselben Wohnfläche können sich im Angebot um 10.000 Euro unterscheiden. Seriöse Zahlen gibt es erst nach einem Termin vor Ort.

Was ist im Angebot üblicherweise enthalten?

Gerät, Pufferspeicher und Warmwasserspeicher, Hydraulik und Montage, Elektroanschluss, Inbetriebnahme und Einregulierung sowie die Entsorgung der Altanlage. Prüf jedes Angebot darauf — fehlende Positionen sind der häufigste Grund, warum ein billiges Angebot am Ende teurer wird.

Was kostet der Betrieb pro Jahr?

Der Stromverbrauch ergibt sich aus deinem Wärmebedarf geteilt durch die Jahresarbeitszahl. Eine gut ausgelegte Anlage in einem sanierten Haus erreicht Werte um 4, ein unsanierter Altbau mit Heizkörpern eher 2,5 bis 3. Dazu kommt die Wartung mit typischerweise 200 bis 350 Euro pro Jahr.

Lohnt sich der Umstieg finanziell?

Das hängt an drei Größen: Förderhöhe, Verhältnis von Strom- zu Gas-/Ölpreis und Jahresarbeitszahl. Rechne nicht mit einer pauschalen Amortisationszeit aus dem Internet, sondern lass dir die Zahlen für dein Haus vorrechnen — jeder gute Fachbetrieb macht das.

Zahlen für dein Haus statt Spannen aus dem Internet

Bis zu drei Fachbetriebe rechnen dir dein konkretes Projekt durch — kostenlos.

Angebote anfordern