Energieausweis und Heizwärmebedarf (HWB)
Der Heizwärmebedarf im Energieausweis zeigt, wie viel Wärme dein Haus rechnerisch braucht. Er ist ein guter erster Hinweis, ob eine Wärmepumpe passt.
Der Energieausweis beschreibt die energetische Qualität eines Gebäudes. Du brauchst ihn unter anderem beim Verkauf oder bei der Vermietung. Die wichtigste Kennzahl für die Heizung ist der Heizwärmebedarf (HWB). Er gibt an, welche Wärmemenge den Räumen rechnerisch zum Heizen zugeführt werden muss, bezogen auf die Brutto-Grundfläche. Ausgewiesen wird er für das Klima am Standort und für einen Referenzstandort für ganz Österreich. Die Skala reicht von Klasse A++ bis G, wobei G der schlechteste Wert ist.
Was der HWB für die Wärmepumpe bedeutet
Je weniger Wärme dein Haus braucht, desto niedriger kann die Vorlauftemperatur sein und desto effizienter arbeitet eine Wärmepumpe. klimaaktiv ordnet Heizsysteme in einer Heizungs-Matrix nach dem HWB am Standort (HWB SK) ein. Die Klassengrenzen dort: unter 10 kWh/m² und Jahr (A++), bis 15 (A+), bis 25 (A), bis 50 (B), bis 100 (C), unter 150 (D), darüber E bis G.
Wichtig zu wissen
Der HWB ist ein Rechenwert, kein gemessener Verbrauch. Wie warm du heizt und wie du lüftest, spielt mit. Für die Auslegung der Wärmepumpe reicht er nicht. Dafür braucht es eine Heizlastberechnung nach Norm.
Hast du noch keinen Energieausweis, empfiehlt klimaaktiv, einen erstellen zu lassen und eine Energieberatung in deinem Bundesland zu nutzen. Ob dein Haus grundsätzlich geeignet ist, kannst du mit dem Eignungs-Check abschätzen.
Verwandte Begriffe
HeizlastVorlauftemperaturLuft-Wasser-WärmepumpeJahresarbeitszahl (JAZ)
Quellen
- oesterreich.gv.at: Inhalt eines Energieausweises (abgerufen am 4. Oktober 2026)
- klimaaktiv: Die richtige Heizung. Ein Ratgeber für Hausbesitzer (BMK, 2024) (abgerufen am 4. Oktober 2026)
- klimaaktiv: So läuft Ihre Wärmepumpe rund. Tipps für die Planung und Installation (BMK, 2024) (abgerufen am 4. Oktober 2026)