Abtauen

Beim Abtauen entfernt eine Luft-Wärmepumpe Reif und Eis von ihrem Außenwärmetauscher. Das kostet etwas Energie und gehört im Winter dazu.

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So arbeitet eine Wärmepumpe: der Kältekreislauf
  1. Verdampfer: Das kalte Kältemittel nimmt Wärme aus Luft, Erdreich oder Wasser auf und verdampft.
  2. Verdichter: Er presst den Dampf zusammen, dadurch steigt die Temperatur. Hier wird Strom gebraucht.
  3. Verflüssiger: Der heiße Dampf gibt seine Wärme an das Heizwasser ab und wird wieder flüssig.
  4. Expansionsventil: Der Druck sinkt, das Kältemittel kühlt ab, und der Kreislauf beginnt von vorn.
Schematisch. Blau ist die kalte, orange die warme Seite des Kreislaufs.

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe holt sich ihre Wärme aus der Außenluft. Dabei kühlt sie die Luft am Verdampfer, dem Lamellen-Wärmetauscher im Außengerät, stark ab. Die Feuchtigkeit aus der Luft kondensiert an den Lamellen. Liegt die Temperatur am Verdampfer unter 0 °C, gefriert dieses Wasser zu Reif und Eis.

Warum das wichtig ist

Eis setzt die Lamellen zu. Die Luft kommt schlechter durch und das Kältemittel nimmt weniger Wärme auf. Deshalb muss das Gerät das Eis regelmäßig abtauen. Dafür braucht es Energie, was die Arbeitszahl der Wärmepumpe verschlechtert. Welches Abtauverfahren eingesetzt wird, hängt vom Gerät ab.

Was das für dich bedeutet

  • Dampfschwaden oder Tropfwasser am Außengerät an feuchtkalten Tagen sind normal und kein Defekt.
  • Das Schmelzwasser muss ablaufen können. Plane ein Kies- oder Schotterbett unter dem Gerät ein.
  • Wähle einen leicht erhöhten Standort, der im Winter nicht im Schnee versinkt.
  • Häufen sich Störmeldungen rund ums Abtauen, lass das vom Installateur prüfen.

Erdwärme- und Grundwasser-Wärmepumpen betrifft das nicht, weil ihre Wärmequelle nicht vereist. Wenn du die Wärmequellen vergleichen willst, lies Luft oder Erdwärme. Die Effizienz über das ganze Jahr, also inklusive Abtauen, zeigt die Jahresarbeitszahl.

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