COP (Leistungszahl)

Der COP gibt an, wie viel Wärme eine Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom macht: gemessen am Prüfstand, in einem einzigen Betriebspunkt.

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So arbeitet eine Wärmepumpe: der Kältekreislauf
  1. Verdampfer: Das kalte Kältemittel nimmt Wärme aus Luft, Erdreich oder Wasser auf und verdampft.
  2. Verdichter: Er presst den Dampf zusammen, dadurch steigt die Temperatur. Hier wird Strom gebraucht.
  3. Verflüssiger: Der heiße Dampf gibt seine Wärme an das Heizwasser ab und wird wieder flüssig.
  4. Expansionsventil: Der Druck sinkt, das Kältemittel kühlt ab, und der Kreislauf beginnt von vorn.
Schematisch. Blau ist die kalte, orange die warme Seite des Kreislaufs.

COP steht für „Coefficient of Performance“, auf Deutsch Leistungszahl. Er beschreibt das Verhältnis von abgegebener Wärmeleistung zur eingesetzten elektrischen Leistung. Ein COP von 4,5 heißt: In diesem Moment werden aus 1 kW Strom 4,5 kW Wärme.

Der Haken: nur ein Betriebspunkt

Der COP wird am Prüfstand unter festgelegten Bedingungen ermittelt. Die Bezeichnung verrät welche: A7/W35 heißt Außenluft 7 °C und Heizwasser 35 °C, B0/W35 steht für Sole (Erdwärme) mit 0 °C, W10/W35 für Grundwasser mit 10 °C. klimaaktiv vergleicht den COP mit dem Normverbrauch eines Autos am Prüfstand. Was deine Anlage über ein ganzes Jahr tatsächlich schafft, zeigt erst die Jahresarbeitszahl. Beide Werte können erheblich voneinander abweichen.

Orientierungswerte

Der klimaaktiv Wegweiser nennt empfohlene Mindestwerte, die mit einer Leistungsprüfung nach EN 14511 durch ein akkreditiertes Prüfinstitut belegt sein sollen:

  • Luft: COP A7/W35 über 4,5
  • Erdreich: COP B0/W35 über 4,5
  • Grundwasser: COP W10/W35 über 5,5

So nutzt du den COP

Vergleiche COP-Werte nur bei gleichen Prüfbedingungen. Ein Wert bei A7/W35 sagt nichts darüber, wie das Gerät bei -10 °C und 55 °C Vorlauf arbeitet. Frag im Angebot nach der berechneten Jahresarbeitszahl für dein Haus. Hilfe beim Prüfen findest du unter Angebot prüfen.

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