Split-Wärmepumpe
Eine Split-Wärmepumpe besteht aus Außen- und Inneneinheit, die über Kältemittelleitungen verbunden sind. Die Montage braucht Kältetechnik-Fachwissen.
- Monoblock: Der ganze Kältekreis sitzt im Außengerät, ins Haus führen nur Wasserleitungen.
- Split: Außen- und Innengerät sind über Kältemittelleitungen verbunden.
Bei einer Split-Wärmepumpe ist das Gerät zweigeteilt. Laut Energieberatung NÖ sitzen im Außengerät Verdampfer und Ventilator, in der Inneneinheit Verflüssiger, Umwälzpumpe und Regelung. Verbunden sind beide über Leitungen, in denen das Kältemittel fließt.
Vorteile
- Das Außengerät kann kompakter sein, weil ein Teil der Technik im Haus steckt.
- Zwischen Außen und Innen führen keine Wasserleitungen, die im Winter einfrieren könnten.
Nachteile
- Die mit Kältemittel gefüllten Verbindungsleitungen erfordern laut Energieberatung NÖ bei der Montage spezielle Fachkenntnisse in der Kältetechnik. Der Kältekreis wird erst vor Ort geschlossen.
- Das Kältemittel gelangt bis ins Haus. Bei brennbaren Kältemitteln wie Propan sind die Anforderungen an die Innenaufstellung deshalb höher.
Rechtlicher Rahmen
Die EU-Verordnung 2024/573 regelt Splitsysteme eigens:
- Luft-Wasser-Splitsysteme bis 12 kW: ab 1. Jänner 2027 keine fluorierten Gase mit einem GWP von 150 oder mehr.
- Splitsysteme bis 12 kW generell: ab 1. Jänner 2035 keine fluorierten Gase mehr.
Beide Verbote gelten jeweils mit Ausnahmen für Sicherheitsanforderungen am Standort. Es handelt sich um Verbote des Inverkehrbringens, sie betreffen also neue Geräte und nicht den Betrieb bereits eingebauter Anlagen.
Frag im Angebot nach Bauform und Kältemittel. Den Vergleich findest du unter Monoblock.
Quellen
- Energie- und Umweltagentur NÖ: Infoblatt Aufstellort Luft-Wasser-Wärmepumpe (2025) (abgerufen am 4. Oktober 2026)
- Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase (EUR-Lex) (abgerufen am 4. Oktober 2026)