GWP (Treibhauspotenzial)

Der GWP-Wert zeigt, wie stark ein Kältemittel zur Erderwärmung beiträgt, wenn es entweicht. CO2 hat den Wert 1, je niedriger, desto besser.

GWP steht für „Global Warming Potential“, auf Deutsch Treibhauspotenzial. Die EU-Verordnung über fluorierte Treibhausgase definiert es als Klimaerwärmungspotenzial eines Gases im Verhältnis zu Kohlendioxid, bezogen auf 1 kg und einen Zeitraum von 100 Jahren. CO2 hat damit den Wert 1. Ein Kältemittel mit GWP 675 wirkt pro Kilogramm also 675-mal so stark wie CO2.

Warum das bei Wärmepumpen zählt

Jede Wärmepumpe enthält ein Kältemittel. Im normalen Betrieb bleibt es im geschlossenen Kreislauf. Gelangt es bei einem Schaden in die Umwelt, entscheidet der GWP, wie klimaschädlich das ist. klimaaktiv betont, dass Kältemittel mit sehr hohem GWP trotzdem vermieden werden sollen.

Grobe Einteilung laut klimaaktiv

  • Sehr hoch, über 1.500: etwa R410A, R407C
  • Hoch, 800 bis 1.500: etwa R134a
  • Mittel, 10 bis 800: etwa R32, R454B
  • Sehr niedrig, unter 10: etwa R290 (Propan), R744 (CO2)

Rechtlicher Rahmen

Die EU-Verordnung 2024/573 begrenzt den GWP für neue Geräte schrittweise. So dürfen zum Beispiel in sich geschlossene Wärmepumpen (Monoblock) bis 12 kW ab 1. Jänner 2027 keine fluorierten Gase mit GWP 150 oder mehr enthalten, außer Sicherheitsanforderungen am Standort verlangen es. Für Luft-Wasser-Splitsysteme bis 12 kW gilt dieselbe Grenze ebenfalls ab 2027.

Frag im Angebot nach dem Kältemittel und seinem GWP. Ein niedriger Wert ist auch bei Wartung und Förderung ein Vorteil, siehe förderfähiges Gerät.

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