Tiefenbohrung (Erdwärmesonde)

Bei einer Tiefenbohrung wird eine Erdwärmesonde senkrecht ins Erdreich gebracht. Sie braucht wenig Fläche und liefert ganzjährig gleichmäßige Wärme.

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Wärme aus dem Boden: drei Varianten
  1. Tiefenbohrung: Sonden reichen senkrecht weit in die Erde.
  2. Flächenkollektor: Rohre liegen waagrecht knapp unter der Oberfläche und brauchen viel Gartenfläche.
  3. Grundwasser: Ein Brunnen fördert Wasser, ein zweiter leitet es zurück.
Schematisch, nicht maßstäblich. Für Bohrungen und Brunnen braucht es oft eine wasserrechtliche Bewilligung.

Für eine Erdwärmesonde bohrt ein Bohrunternehmen ein oder mehrere senkrechte Löcher ins Erdreich. Darin werden Kunststoffrohre eingesetzt und das Bohrloch wird verfüllt. Durch die Rohre zirkuliert Sole, die Wärme aus dem Untergrund aufnimmt und zur Sole-Wasser-Wärmepumpe bringt.

Vorteile

  • Wenig Platzbedarf im Garten, im Vergleich zum Flächenkollektor.
  • In der Tiefe ist die Temperatur übers Jahr recht konstant. Laut klimaaktiv ist die Jahresarbeitszahl höher als bei Luft.
  • Im Sommer ist sanfte Kühlung möglich.

Auslegung

Der klimaaktiv Wegweiser gibt vor: Erdwärmesonden dürfen auf höchstens 50 W Entzugsleistung pro Laufmeter beziehungsweise 100 kWh pro Laufmeter und Jahr ausgelegt werden. Höhere Werte sind nur mit geologischem Gutachten zulässig. Die Berechnung erfolgt nach VDI 4640 Blatt 2 bzw. ÖWAV-Regelblatt 207 (2009). Wie tief gebohrt wird, hängt also von der Heizlast deines Hauses ab.

Dokumentation

Nach der Bohrung sollst du laut Wegweiser mindestens diese Unterlagen bekommen: Lageplan mit Sondenleitungen, Protokoll des Bohrmeisters, Bohrablaufblatt mit Verpressprotokoll und Druckprüfprotokoll der Sonden. Heb sie gut auf.

Bewilligung

In Oberösterreich sind Erdwärmesonden unter anderem in besonders geschützten Wassergebieten, bei gespanntem oder artesischem Grundwasser und bei mehr als 300 m Tiefe bewilligungspflichtig. In anderen Bundesländern gelten eigene Regeln. Kläre das früh mit der Bezirkshauptmannschaft, siehe Genehmigung.

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