Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme)

Die Sole-Wasser-Wärmepumpe holt Wärme über Sonden oder Kollektoren aus dem Erdreich. Sie ist effizienter als eine Luft-Wärmepumpe, aber aufwendiger.

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Wärme aus dem Boden: drei Varianten
  1. Tiefenbohrung: Sonden reichen senkrecht weit in die Erde.
  2. Flächenkollektor: Rohre liegen waagrecht knapp unter der Oberfläche und brauchen viel Gartenfläche.
  3. Grundwasser: Ein Brunnen fördert Wasser, ein zweiter leitet es zurück.
Schematisch, nicht maßstäblich. Für Bohrungen und Brunnen braucht es oft eine wasserrechtliche Bewilligung.

Bei einer Sole-Wasser-Wärmepumpe zirkuliert eine frostsichere Flüssigkeit, die Sole, durch Rohre im Erdreich. Sie nimmt dort Wärme auf und bringt sie zur Wärmepumpe im Haus. Die Wärme wird über eine senkrechte Tiefenbohrung mit Erdwärmesonde, über einen waagrechten Flächenkollektor oder einen Grabenkollektor erschlossen.

Vorteile

  • Das Erdreich hat ganzjährig eine relativ konstante Temperatur. Laut klimaaktiv ist die Jahresarbeitszahl daher höher als bei der Wärmequelle Luft.
  • Im Sommer ist sanfte Kühlung möglich, ohne dass die Wärmepumpe selbst in Betrieb gehen muss.
  • Es gibt kein lautes Außengerät und kein Abtauen.

Nachteile

  • Laut klimaaktiv ist die Errichtung aufwendiger als bei einer Luft-Wärmepumpe.
  • Du brauchst Platz für Bohrung oder Kollektor und eventuell eine Bewilligung.

Orientierungswerte

Der klimaaktiv Wegweiser empfiehlt für Erdreich-Wärmepumpen einen COP B0/W35 über 4,5. Sonden dürfen auf höchstens 50 W pro Laufmeter ausgelegt werden, Kollektoren auf höchstens 25 W pro m². Die Auslegung erfolgt nach einer Berechnung gemäß VDI 4640 Blatt 2 bzw. ÖWAV-Regelblatt 207 (2009).

Bewilligung

Ob eine wasserrechtliche Bewilligung oder Anzeige nötig ist, hängt von Bundesland und Lage ab. Mehr dazu unter Genehmigung. Den Vergleich mit Luft findest du in Luft oder Erdwärme.

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