Wärmepumpentarif

Ein Wärmepumpentarif ist ein eigener Stromtarif für die Wärmepumpe, oft über einen unterbrechbaren Zählpunkt. Ob er sich lohnt, ist eine Rechenfrage.

In Österreich kannst du deine Wärmepumpe über einen eigenen Zählpunkt mit eigenem Tarif betreiben. Dabei geht es um zwei Teile der Stromrechnung: das Netzentgelt, das der Netzbetreiber verrechnet, und den Energiepreis deines Stromlieferanten. Manche Netzbetreiber bieten für Wärmepumpen einen unterbrechbaren Zählpunkt an. LINZ NETZ etwa nennt diese Möglichkeit ausdrücklich.

Was dafür nötig ist

Laut den technischen Bestimmungen der Salzburg Netz gilt für einen eigenen Wärmepumpentarif:

  • Die Wärmepumpe muss fest angeschlossen sein, die Zuleitung so verlegt, dass kein anderer Verbraucher Strom entnehmen kann.
  • Der Verbrauch wird über einen eigenen Zähler erfasst.
  • Der Tarif umfasst die Wärmepumpe und ihre Nebenaggregate wie Umwälzpumpen und Steuerung.
  • Bei einem unterbrechbaren Tarif muss die Anlage tägliche Unterbrechungen vertragen, siehe Sperrzeiten.

Die Bedingungen unterscheiden sich je nach Netzbetreiber. Der Wärmepumpenanschluss ist bei LINZ NETZ zum Beispiel meldepflichtig.

Lohnt sich das?

Einem günstigeren Tarif stehen zusätzliche Fixkosten für den zweiten Zählpunkt gegenüber. Ob sich das rechnet, hängt von deinem Verbrauch ab. Hast du eine PV-Anlage, kläre vorher, wie dein Sonnenstrom dann zur Wärmepumpe kommt. Lass dir beides vom Netzbetreiber und Installateur durchrechnen.

Wie sich deine laufenden Kosten zusammensetzen, liest du unter Heizkosten. Für einen Vergleich mit deiner jetzigen Heizung nutze den Kostenvergleich.

Quellen

Alle Begriffe · Wissen rund um die Wärmepumpe